ChatGPT-Werbung startet Ende August auch in Deutschland und Österreich
KI-generiertes Bild Die in anderen Ländern getestete Werbung in ChatGPT erreicht Ende August auch Deutschland und Österreich. Betroffen sind der Gratis- und der Go-Tarif, im EU-Raum zum Start ohne Personalisierung.
Was vor zwei Wochen noch ein Test in wenigen Ländern war, wird jetzt auch im deutschsprachigen Raum konkret. Wie das Tech-Portal Trending Topics am 19. August berichtet, weitet OpenAI die Werbung in ChatGPT ab der kommenden Woche auf Europa aus, darunter auf Deutschland und Österreich und auf insgesamt 31 Länder. Betroffen sind wie bisher die kostenlose Version und der Go-Tarif für knapp acht Euro im Monat. Wer Plus, Pro, Business, Enterprise oder ein Bildungskonto nutzt, sieht weiterhin keine Werbung.
Entscheidend für dich ist, wie die Anzeigen im europäischen Raum ausgewählt werden. Anders als beim bisherigen US-Test sind sie im Europäischen Wirtschaftsraum zum Start nicht personalisiert, wie t3n am 17. August schreibt. Welche Werbung erscheint, hängt dann am Thema deiner laufenden Unterhaltung, an deinem ungefähren Standort, am Gerätetyp sowie an Tageszeit und Sprache. Frühere Chats und gespeicherte Angaben bleiben ausdrücklich außen vor. Personalisierte Werbung schaltet OpenAI erst später frei und nur, wenn du aktiv zustimmst.
In der EU sind die Anzeigen zum Start nicht auf dich zugeschnitten
Ganz werbefrei bleiben zudem einige heikle Zusammenhänge. In Gesprächen über körperliche oder psychische Gesundheit sowie über Politik erscheint keine Werbung, ebenso wenig in temporären Chats und in Konten von Minderjährigen. Das nimmt der Sache etwas von der Schärfe, ändert aber nichts am Grundprinzip. Der kostenlose Zugang wird künftig über Anzeigen mitfinanziert und das Werbesystem richtet sich nach dem, worüber du gerade sprichst.
Vor dem Werbestart einmal die Anzeigen-Einstellungen durchgehen
Für die meisten Betriebe ist das kein Grund zur Aufregung, aber ein Anlass, kurz zu handeln. Sobald die Werbung bei dir auftaucht, findest du in den Einstellungen unter den Anzeigen-Steuerungen die passenden Schalter. Dort hältst du die Personalisierung deaktiviert und löschst die gesammelten Werbedaten, die OpenAI nach eigenen Angaben binnen 30 Tagen von den Servern entfernt. Wer regelmäßig Kundendaten, Angebote oder Vertragsinhalte in den Gratis-Chat tippt, sollte ohnehin vertrauliche Inhalte aus dem werbefinanzierten Zugang heraushalten. Am saubersten trennt ein Konto ohne Werbung die Arbeit vom Anzeigengeschäft. Für den reinen Alltagsgebrauch bleibt die Gratis-Version nutzbar, du entscheidest dann eben bewusst, was du dort besprichst.
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Diese Meldung im Wochenüberblick: KI-Woche KW 34