KI-NewsKW 34/2026

KI-Woche für den Mittelstand – KW 34/2026

· Zeitraum: 14. bis 20. August 2026 Dieser Beitrag wurde mit KI erstellt

Editorial

Diese Woche rückt zusammen, was sonst getrennt wirkt, nämlich dein tägliches KI-Werkzeug und deine Daten. Ab kommender Woche zeigt ChatGPT auch in Deutschland und Österreich Werbung und richtet sie danach aus, worüber du im Chat sprichst. Im Personalbereich schreibt schon jedes siebte Unternehmen Arbeitszeugnisse mit KI, obwohl dort die KI-Verordnung besonders streng ist und die Haftung beim Betrieb bleibt. Und eine Feldstudie zeigt, dass personalisierte Phishing-Mails für wenige Cent fast dreimal so oft angeklickt werden wie anonyme Massenmails. Für dich heißt das nicht, KI zu meiden, sondern bewusst zu trennen, was du wo eingibst und worauf du dich verlässt.

Die Meldungen

Ab nächster Woche zeigt ChatGPT auch in Deutschland Werbung

Was in anderen Ländern schon lief, erreicht jetzt den deutschsprachigen Raum. Wie das Tech-Portal Trending Topics am 19. August berichtet, weitet OpenAI die Werbung in ChatGPT ab kommender Woche auf Deutschland, Österreich und rund 30 weitere Länder aus. Betroffen sind die kostenlose Version und der Go-Tarif für knapp acht Euro im Monat, wer Plus, Pro, Business oder Enterprise nutzt, bleibt werbefrei. Im europäischen Raum sind die Anzeigen zum Start nicht personalisiert, sie richten sich nach dem Thema deiner laufenden Unterhaltung, deinem ungefähren Standort und der Tageszeit.

Geh die Anzeigen-Einstellungen durch, sobald die Werbung erscheint: halte die Personalisierung deaktiviert, lösche die gesammelten Werbedaten und tippe vertrauliche Angebote oder Kundendaten nicht in den werbefinanzierten Gratis-Chat.

Zum ausführlichen Beitrag →

Der Gratis-Zugang bezahlt sich künftig mit deinen Gesprächen

Warum das mehr ist als ein neues Werbebanner, zeigt der Blick auf die Auswahl der Anzeigen. OpenAI entscheidet nach dem Thema deiner Konversation, im laufenden Test außerhalb Europas zusätzlich nach früheren Chats und bisherigen Reaktionen auf Werbung, welche Anzeige du siehst. Wie heise am 16. August berichtet, läuft dieser Test bereits in den USA, Großbritannien, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea. Damit wird sichtbar, was der kostenlose Zugang künftig kostet, nämlich einen Blick in deine Gespräche.

Trenne Vertrauliches vom werbefinanzierten Chat: nutze für Angebotskalkulationen, Kundendaten oder Vertragsdetails ein Konto ohne Werbung und nicht den Gratis-Zugang, der beim Thema deiner Anzeigen mitliest.

Zum ausführlichen Beitrag →

KI schreibt Arbeitszeugnisse, die Haftung bleibt beim Betrieb

Im Personalbereich ist KI längst im Alltag angekommen. Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom vom 18. August schreibt jedes siebte Unternehmen in Deutschland Arbeitszeugnisse mit KI, jedes zweite kann es sich vorstellen. Das spart Zeit, doch ein Zeugnis bleibt ein Rechtsdokument mit verschlüsselter Sprache, in der eine kleine Nuance über eine gute oder eine mittelmäßige Bewertung entscheidet. Dazu kommt, dass die KI-Verordnung KI im Bereich Beschäftigung und Personal als Hochrisiko einstuft, sobald sie Menschen bewertet oder über sie entscheidet.

Lass KI den Entwurf bauen, nicht die Entscheidung treffen: gib dafür keine vollständigen Klarnamen in einen offenen Gratis-Dienst, prüfe den fertigen Text selbst und lass die letzte Entscheidung immer bei einem Menschen.

Zum ausführlichen Beitrag →

Für drei Cent trifft eine Phishing-Mail genau deinen Betrieb

Die Bedrohungslage bei betrügerischen E-Mails verschiebt sich. In einer Feldstudie der TU Berlin und weiterer Forschungseinrichtungen bekamen rund 7.700 Empfänger Phishing-Mails, die eine KI zuvor aus öffentlich auffindbaren Daten auf sie zugeschnitten hatte. Sie wurden mit 10,0 Prozent fast dreimal so oft angeklickt wie breit gestreute Standard-Mails mit 3,9 Prozent. Neu ist vor allem der Preis, denn jede maßgeschneiderte Mail kostete nur rund drei US-Cent, was solche Angriffe auch gegen kleine Betriebe lohnend macht.

Verlass dich nicht mehr auf schlechte Sprache als Warnsignal: eine gut gemachte Mail fällt heute nicht mehr auf, deshalb zählt der nüchterne Blick auf Absender und Link und im Zweifel die Rückfrage über einen zweiten Kanal.

Zum ausführlichen Beitrag →

Ausprobier-Tipp der Woche: Zieh eine klare Linie durch deine ChatGPT-Nutzung

Nimm dir zehn Minuten und leg fest, was künftig in welchen ChatGPT-Zugang darf. Alles Vertrauliche, also Angebote mit Zahlen, Kundendaten oder Personalunterlagen, gehört in ein Bezahl- oder Geschäftskonto, das deine Eingaben nicht für Werbung oder Training verwendet. Für harmlose Entwürfe, Ideen und Formulierungen reicht der Gratis-Zugang weiter aus. Schreib diese eine Regel in zwei Sätzen auf und teile sie mit allen, die im Betrieb KI nutzen, denn die beste Einstellung hilft wenig, wenn die halbe Belegschaft nichts davon weiß. Wenn ChatGPT dann Werbung einblendet, findest du in den Einstellungen unter den Anzeigen-Steuerungen die Schalter, um die Personalisierung auszuschalten und gesammelte Werbedaten zu löschen.