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ChatGPT-Nutzer übernehmen zunehmend Aufgaben anderer Berufe

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KIbizHub KI-Redaktion ·

Eine OpenAI-Auswertung zeigt, dass fast die Hälfte der berufsbezogenen ChatGPT-Anfragen Aufgaben aus anderen Berufen betrifft. Besonders in kleinen Betrieben übernehmen Nicht-Spezialisten Arbeit, die früher Experten machten.

Wer ChatGPT bei der Arbeit nutzt, bleibt immer seltener im eigenen Fachgebiet. OpenAI hat am 27. Juli 2026 eine Auswertung von über 800.000 berufsbezogenen ChatGPT-Nachrichten veröffentlicht, nach der 43,5 Prozent der berufsspezifischen Anfragen Aufgaben aus einem anderen Beruf betreffen. OpenAI nennt dieses Muster “Task Crossover”.

Konkret heißt das, Menschen erledigen mit KI zunehmend Arbeit, die früher an Spezialisten ging. Am häufigsten wandern Marketing- und Technik-Aufgaben in andere Berufsgruppen. Genannt werden etwa Vertragsprüfung, Datenanalyse und die Fehlersuche auf der eigenen Website. Bei Rollen wie Kundenservice, Design und Personal liegt dieser Anteil laut der Auswertung zwischen 69 und 77 Prozent.

Kleine Betriebe voran

Für Selbstständige und kleine Unternehmen ist ein Detail besonders interessant. Der Effekt ist laut der Auswertung in kleineren Betrieben stärker, weil dort seltener eigene Fachabteilungen existieren. Wer keine Marketing-Abteilung, keine IT und keine Rechtsabteilung im Haus hat, greift für genau diese Aufgaben eher selbst zur KI. OpenAI wertet die Daten als frühes Signal dafür, dass sich Berufsbilder verschieben, bevor sich Stellenbeschreibungen ändern.

Wo du Spezialistenarbeit übernehmen kannst und wo besser nicht

Wenn du allein oder in einem kleinen Team arbeitest, bestätigt die Auswertung, was viele längst tun. Aufgaben, die du bisher gedanklich an Spezialisten ausgelagert hast, kannst du mit KI zumindest vorbereiten oder in Teilen selbst erledigen.

Ein konkreter Einstieg gelingt so. Nimm eine Aufgabe, die eigentlich nicht dein Fach ist und die du sonst extern vergeben oder liegen lassen würdest, etwa einen Vertragstext grob einordnen, eine kleine Datenauswertung oder einen Marketing-Text. Beschreibe sie in ein oder zwei Sätzen und lass sie dir von ChatGPT strukturieren.

Zwei Dinge bleiben dabei wichtig. KI liefert einen schnellen ersten Entwurf, keine Gewähr. Bei rechtlich oder finanziell heiklen Themen prüfst du das Ergebnis weiter oder holst im Zweifel doch eine Fachperson dazu. Und sensible Daten behandelst du mit Bedacht, gerade weil geteilte Chats zuletzt nicht immer privat blieben, wie der Fall der offen auffindbaren Claude-Chats zeigt.

Wie du so einen KI-Test in unter 15 Minuten aufsetzt, steht im Beitrag zu den neuen Gemini-Modellen.

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Diese Meldung im Wochenüberblick: KI-Woche KW 31

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